ADFC erörtert, wo Fahrradfahrer in Voerde Probleme haben

Peter Diederichs, 1. Vorsitzender des ADFC, unterhält sich mit Hanne Pabst über die Radweg-Situation in Voerde.Foto: Dennis Freikamp

Der ADFC sprach auf dem Rathausplatz in Voerde mit Bürgern über Problemstellen. Fahrradclub fordert mehr Einsatz von der Stadt Voerde.

VOERDE.   Der ADFC sprach auf dem Rathausplatz in Voerde mit Bürgern über Problemstellen. Fahrradclub fordert mehr Einsatz von der Stadt Voerde.

Das Wetter könnte kaum besser sein, um mit dem Fahrrad zum Markt am Rathausplatz zu radeln. Dort werden die anrollenden Besucher von Peter Diederichs und Wolfgang Beier vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) mit einem bunten Osterei begrüßt. Dabei informieren sie nicht nur über bevorstehende Radtouren, sondern sprechen auch mit den Bürgern über Problemstellen im Voerder Straßenverkehr.

Die Überkreuzung der Frankfurter Straße in Höhe Breiter Deich ist ein unglaubliches Problem und besonders für Kinder sehr gefährlich“, berichtet Christel Trojanowski aus Götterswickerhamm, die regelmäßig mit dem Rad dort entlang fährt. Es ist vor allem diese Problemstelle, die von fast allen Befragten an diesem Vormittag angesprochen wird. Sie würden sich beim Überqueren der Straße nicht sicher fühlen oder müssten rennen, um nicht von den heranrasenden Autos erfasst zu werden.

Forderung nach Bedarfsampel wird nicht umgesetzt

Die jahrelange Forderung des ADFC, eine Bedarfsampel zu installieren, wurde von der Stadt bisher nicht umgesetzt. Sie möchte indes einige Meter weiter südlich, in Höhe der Einmündung Steinstraße, Abhilfe schaffen.

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Besonders die auf den Radwegen herauswuchernden Wurzeln machen den Radfahrern zu schaffen. „Die Bahnhofsstraße ist huckelig und teilweise löchrig, deswegen tut meinem Mann jedes Mal der Rücken nachher weh“, erzählt Karin Neuhaus. Im Großen und Ganzen sei sie aber mit der Radweg-Situation in Voerde zufrieden und habe das Gefühl, dass die Stadtverwaltung von den Problemen wisse und diese angehen würde.

Weitere Straßen, an denen die Befragten sprießende Wurzeln bemängeln, sind die Mehrumer Straße Richtung Spellen sowie streckenweise die Dinslakener Straße. Deswegen findet vor allem die Sanierung der zuletzt genannten Straße bei den Bürgern großen Zuspruch. Rita Zyrener sagt dazu: „Ich freue mich, dass man bald dort wieder vernünftig fahren kann.“

Konflikte zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern

Zu den Radweg-Problemen kämen noch Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern selbst. Gisela Hesselmann berichtet, dass die Autofahrer oft die Geschwindigkeit von ihrem E-Bike unterschätzen würden. Dazu müsse sie oft in Kreisverkehren näher zur Mitte der Straße fahren, um nicht von Autos geschnitten zu werden.

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Vor allem die Feindseligkeit zwischen Fußgängern, Fahrradfahrern und Autofahrern sieht Hanne Pabst als großes Problem. Sie sagt: „Für ein besseres Miteinander müssen alle rücksichtsvoll im Straßenverkehr sein und mehr Verständnis zeigen.“

ADFC fordert, das Stadt Sorgen der Bürger ernst nimmt

Damit das Fahrradfahren in Voerde attraktiver und sicher für die Bürger wird, wünscht sich der ADFC vor allem, dass die Stadt mehr auf ihre Verbesserungsvorschläge eingeht und die Sorgen der Bürger ernst nimmt. Mitglied Wolfgang Beier berichtet, dass vergangenes Jahr bei der Aktion „Stadtradeln“ über 60 Mängel von Radfahrern aus Voerde gemeldet und dann anschließend an die Stadt weitergeleitet worden seien. Er erzählt: „Ein Jahr später wurden immer noch nicht alle Mängel bearbeitet und ein Feedback seitens der Stadt gab es leider auch nicht.“

Vom 6. bis zum 26. Mai können die Voerder Radfahrer wieder über die App an der Aktion teilnehmen und stoßen diesmal hoffentlich auf mehr Gehör. Renate Gawlik kommt zu dem Schluss: „In NRW wird zu wenig für die Fahrradfahrer getan. Die Politik muss auch etwas tun, wenn wir das Auto stehen lassen sollen.“

Quelle: NRZ, Sarah Wissing, 26.04.2019 – 06:00 Uhr

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