Bericht: Radtour – ADFC Sternfahrt Düsseldorf 1


Die ADFC Sternfahrt 2018 nach Düsseldorf stand heute auf unserem Programm. 120 Kilometer sollten es werden … sollten. 7 Radelnde aus Wesel, Hünxe und Voerde haben sich bereits um 9:30 Uhr früh versammelt um sich dieses jährlich wiederkehrende Event (Veranstaltung/Ereignis) nicht entgehen zu lassen.

Die Planung sah vor in Duisburg Großenbaum auf die „Sternfahrer“ zu treffen und sich anzuschließen. Gemeinsam mit Hunderten von Teilnehmenden geführt bis Düsseldorf zu radeln, dort mit Tausenden von Radelnden die geführte Tour durch die Innenstadt mitzumachen. Anschließend über die linke Rheinseite den Heimweg antreten … doch fangen wir von vorne an.

Einfach nur nach Großenbaum zu fahren entspricht nicht unseren Ansprüchen, es muss schon hier und da etwas anzuschauen sein. Auf mehr oder weniger bekannten Wegen radelten wir bis nach Duisburg Ruhrort und schauten uns dort an der Ruhrmündung die Landmarke „Rheinorange“ an – nun können alle Teilnehmer der Tour behaupten, das sie bis zum Ende des RuhrtalRadweges gefahren sind.

Von hier aus ging es zügig quer durch Duisburg, am Bordellviertel vorbei, die Innenstadt meidend bis zur Regattabahn  Wedau. Entlang der Sechs-Seen-Platte und anschließend durch ein Waldgebiet und schöne Waldwege erreichten wir Großenbaum. Die radelnde Masse der „Sternfahrer“ hatten wir schnell ausgemacht (sie waren wirklich nicht zu übersehen) und schlossen uns an. Nun hatte der Tourenleiter Pause bis zur Heimfahrt, denn die Tour wurde von Polizeikräften und dem ADFC abgesichert und begleitet. Es war schön in der Menge zu Radeln ohne Verkehrsregeln und Ampeln beachten zu müssen, ohne darauf zu achten wo es nun entlang ging.

In Kaiserswerth wurde noch eine weitere Pause eingelegt bevor wir unser Ziel in Düsseldorf erreichten … nach und nach trafen die Züge von Radelnden aus allen Himmelsrichtungen am Johannes-Rau-Platz ein und wurden lautstark begrüßt.

Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen, denn die Sonne schien heftig bei 29°C. Nutzten die Gelegenheit etwas zu Essen und uns zu erfrischen. Irgenwie zögerte sich alles ein wenig hinaus. Unsere Idee, bei der Rundfahrt nur durch den Tunnel zu fahren und dann den Rückweg anzutreten wurde dadurch zu nichte gemacht, das der Tunnel erst am Ende der Tour auf dem Programm stand und vorher noch ca. 18 Kilometer durch die Stadt zu radeln waren. Egal … wir sind nun schon einmal hier und nehmen alles mit.

Gegen 16:00 startete die Rundfahrt – nun hatten wir schon 1 Stunde Verspätung. Eine größere Tour um Düsseldorf, dann eine kleinere durch die Innenstadt und zum Schluss das Highlight – die Fahrt durch den Rheinufertunnel. Der Blick von den Rheinbrücken auf die Stadt Düsseldorf war großartig, aber die Fahrt durch den Rheinufertunnel unbezahlbar. Es wurde immer dunkler im Tunnel, bis man nur noch das Meer der leuchtenden Rücklichter sehen konnte.

Es wurde immer lauter im Tunnel, bis die dort spielende Samba Band erreicht war. Gänsehaut pur …. aber auch die nächsten 30 Minuten Verzögerung. Aber egal, es war sooooo schön.

Noch eine Pause und ab nach Hause. Immer auf der linken Rheinseite gen Krefeld. Schöner Weg, gefällt! Vorbei an Dujardin und weiter Richtung Duisburg. Friemerhsheim, Bliesheim, Rheinhausen … Container, Container, Lkw. Ein Blick auf die Uhr … die Fähre in Orsoy bekommen wir heute nicht mehr … also über die A42 Brücke. Geht nicht, Sperrung der Dammstrasse – die Umleitung wäre zu weit. Also über die Friedrich-Ebert-Brücke und dann auf direktem Weg nach Hause.

Verdiente Pause auf der Rückfahrt … leider fanden wir keinen Biergarten, kein Lokal, keine Trinkhalle und auch keine Tanke auf dem Rückweg um uns mit einer Gerstenkaltschale zu erfrischen.

Gegen 22:30, es dämmerte schon und Beleuchtung war an der Rädern erforderlich, erreichten wir Voerde nach 145 Kilometern voller Zufriedenheit. Im nächsten Jahr – wieder Düsseldorf oder vielleicht mal nach Bochum?


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Ein Gedanke zu “Bericht: Radtour – ADFC Sternfahrt Düsseldorf

  • Harald Joswig

    Diese Sternfahrt nach Düsseldorf war schon ein Erlebnis. Auf jeden Fall für mich. Auch wenn ich meinen Allerwertesten spät abends nach knapp 130 km noch kaum spürte, freue ich mich aber heute schon auf die nächste große Sternfahrt in den „Süden“.
    Wir waren zwar nur 7 harte Jungs, hatten dafür aber Spass, Freude und ein tolles Wetter (schon zu gut). TL Wolfgang steuerte uns souverän durch die schönsten Ecken Deutschlands. Mit fast 300 tollen Aufnahmen im Kasten konnte ich meiner Frau detailliert die Sternfahrt dokumentieren.
    Beeindruckend war natürlich, als wir von Duisburg mit Hunderten von Gleichgesinnten durch Polizeiführung die Landeshauptstadt Düsseldorf erreichten. Unterwegs tosender Beifall von Zuschauern, als wir an ihnen, wie eine schier unendliche Karawane, vorbei zogen. Wir alle waren zur Stunde die wichtigsten Verkehrsteilnehmer.
    Spannend war natürlich auch die 18 km Protestfahrt durch die Innenstadt, einschl. Kö und die Zweibrückenfahrt mit anschl. Tunnelfahrt.

    Es war einfach ein tolles Erlebnis…. und dafür sage ich herzlichst danke!

    Harald Joswig