Bericht: Radtour – Alpakas am Schloss

Apakas am Schloss Ringenberg Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

Es war ein Samstag im Juli, die „lange Tour“ in Voerde war angesagt. Alpakas am Schloss Ringenberg gucken und im Cafe einkehren. So weit, so schön.

Nur wenige (9) hatten Interesse an der Tour, es war wohl dem Wetter geschuldet – Gewitter, Sturm und Starkregen waren für den späten Nachmittag angesagt. Der Tourenleiter zeigte sich dennoch überrascht, denn er ging davon aus, das er alleine bliebe und sich dem Wetter nicht aussetzen müsse.

Kleine Panne Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

Kleine Panne Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

Auf bekannten Wegen führte der Tourenleiter die Gruppe aus Voerde hinaus um dann auf mehr oder weniger bekannten und unbekannten Wegen, oft gegen die üblich genommene Richtung zu fahren. In einem Waldstück gab es eine Störung im Betriebsablauf – ein Ast hatte sich in einem Schutzblech verfangen. Sogleich standen Experten mit Rat und Tat beiseite … letztlich wurde das Schutzblech (heißt es auch Schutzblech, wenn es aus Plastik ist?) am Rad verstaut. Nicht das dieses Malheur schon genug war, es brach auch noch eine Halterung der Ortlieb Tasche – zuviel des Guten für heute, da kann ja nichts mehr passieren.

An eine Weiterfahrt war aber noch nicht zu denken, denn es begann zu tröpfeln. Regenjacken angezogen – es hörte wieder auf. Also die Tour fortgesetzt. Es begann abermals leicht zu regnen, nun zogen alle die Regensachen an und behielten sie auch bis zum Schloss Ringenberg an – obwohl es nicht mehr regnete.

Ein wenig zu früh waren wir dran – die gefahrene Geschwindigkeit war höher als üblich weil diesmal nur Pedelec Fahrerinnen und Fahrer teilnahmen. Also erst einmal für die Seele die süßen Alpakas angucken bevor der Körper seinen Teil bekam. Kuchen, Suppe, Kaffee und Bier – es wurde freundlich serviert was bestellt war. Warmer Sonnenschein im Garten, dazu Speis, Trank und Geselligkeit – schön so!

Doch gab es noch den Rückweg der zu bezwingen war. Im Hintergrund zogen bereits dunkle Wolken

Unterstand im Regen Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

Unterstand im Regen Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

auf aber uns schien noch die Sonne. Dummerweise zogen die Wolken aus Richtung Südwest heran, genau aus der Richtung in die wir fahren wollten (mussten). Je weiter wir radelten, desto mehr verdunkelte sich der Himmel. In der Ferne war erster Donner zu hören, es begann zu leicht zu regnen, dann stärker. Der Tourleiter hielt nach einem Unterstand Ausschau. Hof Schäfer oder ein anderer Bauernhof … wenige hundert Meter entfernt, in Berg – ein Bauernhof mit offener Scheune.

Unterstand im Regen Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

Unterstand im Regen Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

Kurz bevor der Himmel seine Schleusen öffnen konnte standen Radler*innen und Räder in der Scheune. Wir hatten nicht einmal die Zeit um Erlaubnis zu fragen, es schüttete aus Eimern und Kübeln und wollte nicht mehr aufhören. Dazu gaben Blitz und Donner ein Konzert, nicht nachlassend, immer heftiger. Dabei hatte die Wetter App nur wenige mm Regnen vorausgesagt – aus den wenigen Millimetern wurden mehrere Zentimeter, die auf dem Hof, den Wiesen und Feldern standen und nicht mehr abfließen wollten – wie schön war es soeben noch im Cafe in der Sonne.

Irgendwann zog das Gewitter davon und wir radelten weiter, wenn nicht jetzt, wann dann? Doch schon in Brünen erreichte und das nächste Gewitter mit Starkregen. Auf einem Schulhof bei der Fahrradunterstellmöglichkeit fanden wir ein Dach über dem Kopf. Wieder abwarten bis sich das Gewitter verzog. Nun auf kürzestem Weg und schnell nach Hause – dank Pedelecs sehr schnell. Na ja, nicht ganz, denn in Wesel stand die Unterführung unter Wasser – also noch eine kleine Umkürzung, da uns die Polizei die abgesperrte Unterführung nicht passieren ließ – war richtig so. Als wir Voerde erreichten schein wieder die Sonnen, danke!

 

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