Bericht – Radtour: Bäckerbesichtigung bei Schollin


Da waren wir nun in der Backfabrik Schollin mit immerhin 17 Personen und konnten etwas von so einem Unternehmen sehen und erahnen, wie heute Backwaren fabriziert und zu den Käufern gebracht wird. „Wo kommen Sie her?“ fragte eingangs der Firmenvertreter, der die Vorführung leitete. „Nun,“ sprach einer der Unsrigen, „aus Voerde kommen wir, wir sind heute Morgen um 10 Uhr losgefahren.“

Großes Staunen bei dem anderen. „So lange haben Sie für den Weg gebraucht?“ Ja, wir sind 52,29 km von Voerde nach Dinslaken zu Schollin geradelt.

In einem Seminarraum wurde uns die Geschichte der Familie und Bäckerei Schollin von 1853 bis heute erklärt. Interessante Geschichten, ein Einblick in die Produktpalette, die Filialen und die Mengen wurden durch kurze Videos aus dem Betrieb aufgelockert. Es ist noch kein Karneval am Rhein, wir durften uns aus hygienischen Gründen trotzdem verkleiden.

Anschließend fand die Besichtigung der „Backstube“, die mittlerweile an ihre Grenzen kommt sowie der Versandabteilung und der Veredelung statt. Eigentlich alles wie zu Hause, nur eben viel, viel größer – Rührschüsseln und Rührbesen, die in den heutigen Küchen keinen Platz hätten.

Besonders beeindruckend war für uns die Brötchen Produktionsanlage und der Hochregal Backofen. Trotz aller Technik wird hier bei Schollin noch sehr viel mit Liebe und Handarbeit gebacken, was sich besonders gut in den „Holzofenbäckereien“ z.B.: in Voerde auf der Bahnhofstrasse beobachten lässt.

Nach dieser anstregenden Tour durch Teig und Mehl wurde uns Gelegenheit gegeben bei Kaffee oder einer Erfrischung ausgewähltes aus der Produktpalette von Schollin zu verkosten. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen, kaum ein Krümel blieb übrig. Zum Abschied bekam jeder Teilnehmer einen Stoffbeutel mit Produkten der Firma Schollin, unter anderem ein 1853er … und die Kafffeetasse durften wir auch behalten.

Wir können diese Besichtigung nur weiter empfehlen und werden den Filialen der Bäckerei Schollin sicherlich hin und wieder einen Besuch abstatten. Danke an Schollin, Daumen hoch!

Für den UTL, der mit der Führung der Tour, an der zwanzig Personen teilnahmen, wurde es insofern etwas aufregend, als das Navi von Falk über lange Strecken den Dienst verweigerte, ohne dass deutlich wurde, was die Ursache war. Man kann, so war daraus zu lernen, manchmal auch ohne so ein Gerät zurechtkommt. Bemerkenswert ist immerhin eine Episode am Golfplatz bei Bottrop.

An diesem Ort war es an der Zeit, wieder einmal eine Pause einzulegen, um Zeit zu haben, die noch vorhandenen Reste des mitgebrachten Proviants zu verzehren und mit anderen zusammen Tee verschiedener Arten, in Thermoskannen warm gehalten, auszutauschen und zu trinken. Aber nicht nur das. Es war auch eine Gelegenheit für die maskulinen Tourenteilnehmer, sich zum „telefonieren“ in das winterlich blattlose Buschwerk, das zwischen Straße und Golfplatz wucherte, zu verziehen, wie es sich gehört! Jedoch ein Männlein, das mit Golfschlägern bepackt zu seiner offenbar fußläufig erreichbaren Wohnstätte heim eilte, sah das anders. „Das sei“, so sprach er laut vernehmlich, „kein Platz zum Wasser lassen (er gebrauchte selbstverständlich ein anderes Wort für den Vorgang), das sei ein Golfplatz!“ Mit Letzterem war er zweifellos im Recht, mit Ersterem löste er ein großes Gelächter aus. „Er solle aber bitte auch darauf achten, dass die Hunde hier nicht herumpieselten“, ermahnte man ihn. Wieso wir uns mit Hunden verglichen, fragte er, ohne auf das „Thema“ richtig einzugehen, und er machte sich noch anderes schwätzend davon. Als nun ein weiterer Mensch von einem Hündlein begleitet nahte, wiesen wir ihn darauf hin, dass seinem Hundevieh das Bein zu heben hier, an diesem Orte sehr wahrscheinlich nicht erlaubt sei; das müssten wir dem gerade Gehörten entnehmen.

Als man später noch einmal eine Pause einlegte, sahen wir uns erst einmal um, auf dass wir mit der örtlichen Forstverwaltung des Telefonierens wegen an dieser Stelle keine Problem bekämen. /pd /wb

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