Bericht: Radtour – Berger See, Westerholt 1

Berger See Foto: Harald Joswig, ADFC

Endlich wieder Donnerstag und ich als Tourenleiter eingeplant. Es sollte nach Gelsenkirchen, also Richtung Osten ins Ruhrgebiet gehen. Der OTL hatte einst für diese Tour einen Track entworfen. Nur wo sollten wir einkehren, fragte ich mich.

Nach einer  Recherche entschied ich mich zu dem Café LebensArt, einer Einrichtung im Sozialwerk St.Georg in der Menschen mit körperlicher Einschränkung beschäftigt sind. Das erforderte dann allerdings eine geänderte Streckenführung, zumindest auf der Hinfahrt nach Gelsenkirchen.

Der Morgen war kühl. Nach klarer Nacht, bei Lufttemperaturen von unter 10°  Celsius erwarten mich  an der Schrottsäule in Voerde und an der Wassermühle in Hiesfeld vierundzwanzig Teilnehmer. Richtung Osten ging wie so oft, durch das Rotbachtal zur Grafenmühle. Am Forellenteich rasteten wir. Dieser Rastplatz bietet sich eben wegen der allgemein zu nützen Telefonzellen an. …..??…..

Weiter ging es. Heute mal links um den Monte Schlacko Richtung Gladbeck, nach Ellinghorst  und Wittringen. Bis dort waren es für alle noch bekannte Wege. Weiter Richtung Gelsenkirchen  erreichten wir die ehemalige Schachtanlage der Zeche Hugo. Es ging bergab auf der Hugo – Bahntrasse vorbei an der grünen Halde Rungenberg Richtung Rhein-Herne Kanal. Die Truppe lies ihre Fahrräder laufen. Am städtischen  Friedhof in Suntun hielten wir um den Schalke Friedhof zu besuchen. Hier finden Schalke Enthusiasten ihre letzte Ruhestätte.

Ja, ……….. Was dem einen sein Uhl ist dem Andern sein Nachtigall.

Oder……. Was dem einen sein Fußball ist dem anderen sein Fahrrad.

Im Café LebensArt war man meinem Wunsch nach einer Reservierung nachgekommenen.  Viele Hände waren mit besonderer Herzlichkeit, sichtlich bemüht unsere Wünsche zu erfüllen. So kam es zu keiner Verzögerung im Betriebsablauf. Uns hat es hier gut gefallen. Wir kommen sicherlich wieder.

Cafe Lebenslust Foto: Harald Joswig, ADFC

Cafe Lebenslust Foto: Harald Joswig, ADFC

Nach einigen Straßenecken erreichen wir das Schalke Fußballstadion und den angrenzenden Berger Park. Vorbei am Bergersee, dem mondänen Schloss Berge erreichten wir den Westerholter Golfplatz und das Schoss Westerholt. Hier war richtig was los. Zum einen Menschen die auf dem Weg zum Golfplatz ihre Golfausrüstung hinter sich her zogen.  Zum anderen diejenigen, die in ihren CO2 neutralen Caddys lächeln davon fuhren.

Schloss Berge Foto: Harald Joswig, ADFC

Schloss Berge Foto: Harald Joswig, ADFC

In einigen Schleifen durchfuhr ich mit der Gruppe das alte Dorf Westerholt mit seinen liebevoll erhaltenen Fachwerkhäusern. Westerholt war der Wendepunkt der Tour. Nun ging es durch Herten vorbei an der Halde Scholven  Richtung der Kichheller Heide. Es waren nun wieder bekannte Wege die uns zum Heidhof führten. Hier verließen uns die ersten Teilnehmer Richtung Wesel der Heimat entgegen strebend.  Zurück durch das Rotbachtal ging es weiter nach Lohberg. In dem dortigen Bergpark beendigte ich eine Tour,  die uns doch viel neues entdecken lies.

 

 

 


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Ein Gedanke zu “Bericht: Radtour – Berger See, Westerholt

  • Joswig, Harald

    Ja, es war wieder mal eine wunderschöne Tour, auch wenn ich sie leider nicht komplett miterlebte. Sie führte uns schließlich nach Gelsenkirchen, in meine alte Heimatstadt. Und wem bis dahin Gelsenkirchen nicht bekannt war, der hat mit Sicherheit schon mal etwas von Schalke 04 gehört. Schalke ist nämlich ein Stadtteil von Gelsenkirchen und Schalke 04, der Bundesliga-Spitzenverein. So isset!

    Unter anderem machten wir auch einen Abstecher zu eines unserer Schlösser, Schloss Berge. Und dort passierte es. Ich, als Haus-, Hof- und Vereinsfotograf, konnte von all den schönen Motiven, die ich nach gut 15 Jahren wieder mal sah, nicht genug bekommen. Vertieft in meiner „Arbeit“, merkte ich nicht, dass ich plötzlich da ganz alleine auf weiter Flur stand. Der Trupp fuhr weiter seinen Weg…. Meistens hat ja der „letzte Mann“ ein Auge auf einen Zurückbleibenden. Oder hatte man gedacht, er kennt sich ja sowieso hier gut aus….

    Also setzte ich meine Fahrt, es waren ja nur noch 42 km, alleine fort, machte einen Schlenker durch Bottrop und fuhr die Halde „Haniel“ hoch. Dort wurde ich belohnt bei schönem Wetter mit einer fantastischen Aussicht.

    Fazit: Auch wenn ‚mal was schief läuft, kann es zum Schluss ein herrlicher Tag werden….