Bericht: Radtour – dat pladdert, abba so wat von

Heesenhof Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

Grünhkohl essen im Heesenhof stand auf dem Programm. Kleine gemütliche Radtour unter 50 Kilometer Länge.

Erste Teilnehmer versammeln sich am Rathaus, der Tourenleiter kommt hinzu – mehr kamen auch erst einmal nicht. Besorgte Blicke zum stark wolkenverhangenem Himmel, nicht ganz unberechtigt. Bekannte Wege zum zweiten Treffpunkt, mit den dort erwartungsvoll wartenden waren wir nun 13 die sich Grühnkohl und Mettwurst nicht entgehen lassen wollten.

Durch das Lippe Mündungsgebiet, nicht ohne Matsch und Pfützen zur Weseler Rheinbrücke, es beginnt zu regnen. Unter der Rheinbrücke wurde vom Tourenleiter eine Pause eingelegt. Höchste Zeit und Gelegenheit die Regenbekleidung zu vervollständigen, wer es nicht tat, der würde es später bereuen. Abfahrt, es regnet und wir fahren gegen den Wind.

Der Regen wird stärker, die Böen und der Wind auch – die Geschwindigkeit reduziert sich merklich, zumal einige nicht Pedelec Nutzer (keine -innen) dabei waren, die heute wieder einmal ihre eigene Herausforderung annehmen durften.

Der Regen wird noch stärker, keine Gelegenheit sich unterzustellen um zumindest dem einen oder anderen Kübel Wasser auszuweichen. Es regnet weiter, immer heftiger, oder wie man auch sagt – dat pladdert, abba so wat von. Durch die Vielzahl an Pfützen und den Windböen kommt das Wasser von oben, von unten, von recht, von links, von vorne, von hinten – wir hätten auch durch den Rhein fahren können.

Es pladdert weiter, erste Jacken zeigen die hauptsächlich vorwiegende Hauptwetterrichtung an, Hosen triefen vor Nässe – mit großer Vorliebe in die Schuhe hinein, Handschuhe haben sich vollgesaugt wie Schwämme. Mit all diesen, von den Herstellern als soooo wasserdicht gepriesenen Ausstattungen sollte man diese jetzt konfrontieren oder noch besser mitfahren lassen.

Am Heesenhof, ordentlich sind wir schon Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

Am Heesenhof, ordentlich sind wir schon Foto: ADFC Dinslaken-Voerde

Es regnet weiter, ob wir überhaupt in den Heesenhof hinein dürfen? Oder wird man für uns, weil wir eh so nass sind, draußen auf der Terrasse eindecken und servieren? Vielleicht sollten wir ein fröhliches Radlerlied anstimmen – aber bei dem Regen fällt uns nichts passendes ein. Es regnet weiter, der Heesenhof kommt näher (oder wir dem Heesenhof?).

Wir durften in die gute Stube einkehren und wurden auch bewirtet. Nie habe ich so viele Menschen gesehen, die zu Grünkohl und Mettwurst als Getränk Kaffee oder Kakao gewählt haben. Richtig gewärmt haben uns Speisen und Getränke nicht – dafür sind unsere Kleidungsstücke auch nicht getrocknet. Also wieder rein in die nassen und kalten Klamotten und ab aufs Rad – so mancher Regenschoner hatte auch nicht gehalten was der Hersteller versprach, die Sättel sind trotzdem nass geworden. Zumindest gab der Regen erst einmal auf.

Die Fähre erobert. Auf die Frage an den Fährmann ob es hier auch so geregnet hätte verneinte jener dies. Warum war denn dann die Fähre so nass? Egal, wir haben nicht weiter gefragt, denn wir wollten nur noch nach Hause. Kurz vor Voerde setze nun Nieselregen ein, als ob es nicht gereicht hätte.

Nächste Woche : Neue Tour, neues Glück

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