Bericht: Radtour – Elfrather See

Elfrather See Foto: Harald Joswig, ADFC

Beim Radfahren ist das Wetter „die halbe Miete“. Ups! Was hat Fahrradfahren mit Miete zu tun, wenn schon alle mit einem eigenen Fahrgerät kommen? Nun, jeder weiß es: für einen gelingenden Radausflug ist gutes Wetter (schon die halbe Miete =) ein beachtlicher Teil dessen, der notwendig ist, dass jeder am Ende sagen kann: war gut, prima, einfach herrlich, super, gelungen ….. (im Handbuch Sag es treffender von A.M.Textor sind noch zahlreiche sinnverwandte Wörter zu finden). Und weil der TL eine gute und leistbare Geschwindigkeit fuhr, trafen diese Begriffe wahrlich alle zu. Es ergab sich zudem Zeit, bei dem gemächlichen Daherradeln über das „Fußball-Wunder“ (NRZ) und ein „Weichei“ namens Messi  – oder war’s ein anderer? – , sowie über Fahrradbremssysteme zu diskutieren, sprich: miteinander zu kommunizieren.  Dass der Trossführer es verstand, zweimal die Letzten die Ersten werden zu lassen, wurde mit Recht heiter kommentiert. So führte der wirklich zum Fahrrad-Tross-Führer avancierte Tourenleiter souverän den sechsundvierzig reifigen Tross durch die Straßen Duisburgs, ließ alle sich auf den grottenschlechten Radwegen durchrütteln, weil viele davon „benutzungspflichtig“ waren. Wo nicht, diente es der Sicherheit. Man muss zudem wissen, dass in unserer Region die Kraftfahrzeuge vor den Radfahrern geschützt werden.

So behütet-geführt gelangten alle zur Hauptverwaltung der früheren ATH, wo die Interessierten etwas über das Unternehmen  erfuhren, und dann wohlbehalten zum Töpper- und weiter zum Elfrather See, in dem man ob der Gänsescheiße vom Baden Abstand nehmen soll, wie Kundige wissen und es zudem im Internet mitgeteilt wird. Aber wer geht baden und wirft zuvor einen Blick auf sein Smartphon oder Klapprechner (=PC)! Nun war die Temperatur auch nicht dazu angetan, sich in dieses Gewässer zu stürzen, zumal niemand die fürs Wasser geeigneten Bekleidung mit sich führte. Es sollte ja Regen kommen. Es sollte Gewittern. Es sollte, kurz gesagt, fies und nass werden. Derartiges war morgens im Radio zu hören gewesen. Doch es kam ja anders. Halbe Miete – siehe oben. Die Sonne beschien alle, die da am See sitzen blieben und jene, die den Umsatz der gastronomischen Einrichtung etwas mit ankurbelten.

Nein, die weiteren Wege waren für die Viel-Donnerstags-Fahrer fürwahr nicht unbedingt neu, dagegen für viele die Perspektive, denn der Fatrofüh fuhr nicht von A nach B, sondern von B nach A.  Auch in Moers erwies er sich gut vorbereitet, wusste etwas zum Ort und der Strecke zu sagen.  So war alles in allem eine ‚runde Sache‘, die lediglich der Lärm der A42-Brücke kurzzeitig eintrübte.

Nach einer kommunikationsintensiven Pause am Alsumer Berg ging es nach Haus, wo es denn des Abends doch noch regnete – jedenfalls in Voerde.

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