Bericht: Radtour – Flüsseroute Ost


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Warm, sehr warm war, es, als wir uns am vergangenem Donnerstag nach Raesfeld aufmachten. Der OTL hatte einen für die sommerliche Witterung vortrefflichen Weg zusammengestellt. Wir radelten fast immer unter Schatten spendenden Bäumen oder durch Wald, so dass wir unversehens einen Harvester, einen „Waldvollernter“,  im Einsatz sahen, der vom Sturm gefällte Stämme in Windeseile von Rinde wie Ästen befreite und auf eine transportabele Länge zuschnitt.

Foto: Harald Joswig, ADFC

Die meisten Wege waren asphaltiert. Doch wie heißt es in der Ortlieb-Reklame für wasserdichte Taschen (Radwelt 3/18, S.3)? „… Ideal für Bikeabenteuer (=Fahrradabenteuer, Vf.) abseits der asphaltierten Wege“. Solche sind allerdings nicht jedermanns bzw. jederfraus Sache, wie sich auf der Tour zeigte, mögen es auch nur kurze Abschnitte sein. Ich ziehe in Erwägung, Ortlieb mitzuteilen, dass diese Aussage für die Taschen nicht Absatz fördernd ist.

Foto: Harald Joswig, ADFC

In Erle – das gehört einfach zu einer Tour nach Raesfeld – statteten wir der alten Eiche einen Besuch ab, die ob ihrer Berühmtheit auch bei Wikipedia Erwähnung findet. Ihr Alter ist, so erfährt man dort, nicht genau zu bestimmen. Heute ist es ziemlich egal, ob man sie im Jahre 600 oder 850 pflanzte, später wahrscheinlich nicht. So steht man denn mehr oder weniger, vielleicht der Vergangenheit nachsinnend vor diesem als Femeiche bezeichneten, von der Zeit, dem Wetter und Menschenhand zerzausten Baumrest. Bei aller Ehrfurcht kann der Gedanke aufkommen: es ist wie bei Menschen, denen man trotz ihres hohen Alters das Sterben verwehrt. Anders die Affenbrotbäume (Boababs) in der südlichen Sahara, die jetzt rätselhafterweise im Alter von 2000 Jahren sterben, und niemand ist da, der das zu verhindern sucht

In Raesfeld belebten wir die Gastronomie in der Innenstadt, derweil Marktstände aufgebaut und mit diversen Angeboten ausgestattet wurden, wohl des Nachmittagsgeschäftes harrend. Das mitzubekommen gestatteten wir uns nicht. Wir brachen auf zur Rückfahrt, durchquerten den Park und gegen 17 Uhr erreichten wir Voerde, nachdem manche, nahe ihrem Wohnsitz, die Gruppe schon verlassen hatten und abgebogen waren.

Fotos? Die gibt es hier und jetzt nicht. Du musst sie in der Seele haben, da gehen sie nicht verloren.

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