Bericht: Radtour – Glück gehabt


Eine Donnerstagstour, nicht besonders – eigentlich … nur hatte niemand bei der Planung daran gedacht das es sich um einen Feiertag handelt. So gesellten sich nicht nur die üblichen immer Freihabenden dazu sondern auch ein Teil der noch schaffenden radelnden Bevölkerung. Insgesamt durfte sich der Tourenleiter über 30 Teilnehmer freuen oder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ob der hohen Anzahl Radelnder die es sicher zu führen galt und mit denen er Ampeln und Strassen zu queren hatte.

Über vorwiegend bekannte Wege zockelte die Truppe bis Xanten um sich an der Mühle mit frischem Brot und anderen Bioprodukten zu versorgen. Die Pause nutzten einige Radler um sich mit einem Radreisenden zu unterhalten, der seit 22 Jahren mit dem Rad und seinem Hund unterwegs ist, aktuell auf dem Weg nach Rom, den Rhein entlang, dann an der Rhone entlang bis an das Mittelmeer und von dort nach Italien. Er wollte die Alpen nicht im Winter überqueren. Der Radreisende hätte noch viel mehr von seinen Abenteuern erzählt, wenn wir nicht noch im Landgut am Hochwald eine Verabredung gehabt hätten.

Ein schönes Stück radelten wir den Alleenradweg entlang um kurze Zeit später das Landgut am Hochwald zu erreichen wo bereits ein Tisch liebevoll für uns eingedeckt war. Nicht alle wollten bei 29°C im Haus sitzen und machten sich daher im Garten breit. Die Speisekarte war sehr reichhaltig und verlockend, jedoch saß nicht allen das Geld so locker in der Tasche – die Mahlzeit beschränkte sich daher vorwiegend auf Kaffee und Kuchen oder eine Suppe. Die Kuchenstücke waren sehr groß und lecker, somit waren letztlich alle zufrieden.

Schon mahnte der Tourenleiter zum Aufbruch, denn es waren noch schwere Gewitter angesagt und erste Wolken zogen bereits auf. Über viele schöne Nebenwege in Richtung Alpen und weiter nach Menzelen. Die Wolken wurden dunkler und dichter, erste Tropfen vielen. Kaum hatte der Tourenleiter der Gruppe die Gelegenheit gegeben sich Wetterfest zu machen setzte ein heftiger Regen ein … in unmittelbarer Nähe gab es genügend Unterstellmöglichkeiten so dass niemand ernsthaft nass wurde. Nach 10 Minuten war alles vorbei und die Radtour konnte wie geplant zu Ende geführt werden. Auf dem Weg von Wesel nach Voerde waren über Dinslaken und Duisburg schwere Gewitterwolken zu sehen und es schien auch stark zu regnen – Glück gehabt, die Truppe erreicht unbeschadet Voerde. Allerdings gab es Radelnde die noch nach Oberlohberg, Hiesfeld und Neumühl zurückradeln mussten, sie wurden übel von heftigen Regenschauern erwischt. Verletzt wurde niemand … in der Presse war am nächsten Tag zu lesen, das im Rotbachtal hunderte Bäume umgestürzt sind. Glück gehabt!

 

 

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