Bericht: Radtour – Herwix Hof (Ausflug mit Verzögerungen)

Niederrheinische Forellenzucht Foto: Wolfgang Beier, ADFC Dinslaken-Voerde

Wer hat die Tour zum Herwix Hof kreiert? hat sie auf dem PC oder wie auch immer entworfen? Wer ist sie mal vorgefahren? Ich weiß es nicht, vermute aber, es ist des OTLs Verdienst, dass er sie vor vielen, vielen Jahren erstellt hat. Sie gehört m.E. zu den besten, die wir „auf dem Schirm“, sprich: in der Sammlung der tausend Touren haben. Vermutlich werden alle, die mitgefahren sind, dem zustimmen.

Natürlich sind wir am Anfang Wege gefahren, auf denen wir schon unzählig oft geradelt sind, auf denen wir jede Kante, jeden Poller und alle Drängelgitter, eben alle Schikanen, die Straßenplaner für Fahrradfahrer in petto haben, kennen. Das ist wie bei einer mittelalterlichen Stadt: Man verließ sie durch eines der Tore in der Stadtmauer. Die Tore kannte man dann so, dass man wahrscheinlich mit geschlossenen Augen hätte nach draußen spazieren können. Solches allerdings ist Radfahrern heute bei aller Weg-Vertrautheit nicht anzuraten, schon weil es mit Autos daher rasender Deppen zu verhängnisvollen Kontakten kommen könnte. Solches, wie auch so ein Fahrgerät, gab es damals nicht. Das sei eben angemerkt.

Zu dem überaus Bekannten zählte natürlich  der Alsumer Berg. Dort erwartete uns, die wir uns wegen einer kleinen Betriebsstörung etwas verspätet hatten, NN. Er bot auch dieses Mal allen alkoholhaltige Mon Cheris an, was langsam zu dem Zunamen Mon Cheri, also Mon-Cheri-NN führt. Dieses sei, so wies er alle darauf hin, ob der Jahreszeit fürs erste die letzte Charge. Einer der Unsrigen machte noch auf die mit Schrott beladenen, vor der Thyssen-Hütte auf dem Rhein ‚parkenden‘ Kähne aufmerksam. Nach zwölf Minuten Pause ging es weiter.

Zwei weitere Mitradler*innen gesellten sich an der Auffahrt zur A42 noch dazu, so dass wir nun mit der Gruppengröße die Mindestzahl eines Verbands im Sinne der StVo § 27 ganz klar überschritten.

Die oben erwähnte Vertrautheit mit den Wegen ließ bei der weiteren Fahrt, je mehr wir uns nach Südwesten bewegten, nach, wie es wohl auch der oben phantasierte Mensch erlebt haben würde, wenn er, wie einst Goethe, z.B. von Weimar nach Rom reiste. Wir „reisten“ dagegen lediglich von Voerde zum Harwix Hof, vorbei  an Moers und NeukirchenVluyn, durch Wald und Feld. So erreichten wir schließlich bei leichtem Gegenwind das als Zielort erwähnte Bauerncafe. Dessen Chef hatte jedoch im Vorfeld wissen lassen, dass man uns an dem Tag, zu der Zeit und an dem Ort nicht versorgen könne, da uns andere zuvor gekommen seien.

Man erwartete uns dagegen in einer Fisch-Gaststätte 600 m weiter die als Niederrheinische Forellenzucht in Rheurdt Schaephuysen im Internet auf sich hinweist. Wegen einer „Störung im Betriebsablauf“ in der Küche verzögerte sich die Abfahrt um eine viertel Stunde. Eine weitere Verzögerung ergab sich durch einen Kettenschaden, der jedoch mit Bordmitteln, tatkräftiger Hilfe und vielerlei Ratschlägen behoben werden konnte. Während der Arbeit tauschten die Mitwirkenden Erfahrungen im Umgang mit Kettennietern aus.

Nach diesem abwechslungsreichen Ausflug durch Feld, Wald und auch Stadt erreichten wir die Emschermündung in Eppinghoven nach 81 km, aber mit fünfundzwanzig Minuten Verspätung! Hier beendet der Fatrofüh offiziell seine Füh., weil sich der Tro., wie gewöhnlich, schon im Stadium der Auflösung befand.

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