Bericht: Radtour – Kranenmeer

Wassertreten Foto: Peter Diederichs

Oliver Klein, der morgens im WDR5 immer gewichtige Worte zum Wetter zu sagen weiß, hatte es kundgetan: Ab Freitag, 21.September, ist der Sommer mit Sonnenschein zu Ende. Wen wundert’s, dass sich tags zuvor zu der Do-Tour schließlich 25 Radellustige einfanden und sich zu einem langen Zug Richtung Heiden formierten. Alle, bis auf eine Person, gelb bejackt waren sie nicht zu übersehen. „Ihr seht toll aus“, kommentierte eine unseren Weg kreuzende Radlergruppe unser Erscheinungsbild.  Das  ist, wie sich immer wieder herausstellt, nicht nur „toll“, sondern dient, wie eigentlich jedem klar sein sollte, der Sicherheit. Man wie frau sieht uns, wir fallen auf, so dass auf der B 58 sogar ein Lastzug anhielt und damit den ganzen nachfolgenden Verkehr: Wir konnten gelassen die Strasse überqueren. Der Ort Weiden ist nun nicht gerade „der Brüller“, vielleicht an dem Tag, an dem, wie angekündigt,  demnächst  jede Menge Ereignisse (Neudeutsch: Events) stattfinden sollen. Immerhin reichte das gastronomische Angebot für die Schar Radlerinnen und Radler aus, alle in der vorgegebenen Zeit von sechzig Minuten zu versorgen, mit Kuchen oder Pommes. Gesprächsweise entsann man sich dann und wann der Vorhersage von o.g. Oliver Klein oder der Wetterradar-Ankündigung, dass es Freitag kühler werde, dieser Tag der letzte schöne sei und so weiter. „Carpe diem“, hätten die (alten) Römer wohl gesagt: Nutze den Tag – und dafür fällt mir keine neudeutsche Redewendung ein. So war auch die Zehn-Minuten Pause zum Wassertreten hinter dem Ort Heiden eine willkommene Abkühlung.

Die Reparatur Foto: Peter Diederichs

Die Reparatur Foto: Peter Diederichs

Eine ereignislose Fahrt? Mitnichten. Am Schloss Raesfeld gab es eine Reifenpanne, bei der vierundzwanzig herumstehende Fachleute und in der Sonne Weilende den Havaristen derart unter Stress setzten, dass es ihm nicht gelang, den Schaden zu beheben. „Haut ab!“ mag er wohl gesagt haben, „wenn ihr weg seid, kann ich den Reifen in aller Ruhe und Gelassenheit flicken.“ Jedenfalls zog die Schar ohne ihn weiter.

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