Bericht: Radtour – „nach Rose“

Foto: Harald Joswig, ADFC

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Wieder Sommerwetter, mäßig warm und so weiter. Mithin war es mild und trocken genug, dass sich zunächst in Voerde  eine Menge Mitfahrwilliger mit Rädern zusammenfand und eine weitere Gruppe am Lippeschlößchen dazukamen. Drei von ihnen trugen eine rote Weste, Müllwerkern und Straßenfegern gleich, von denen einer sich allerdings durch das aufgedruckte Logo als zum ADFC gehörend outete. Doch alle zeigten durch unübersehbare gelbe bzw. rote Westen sehr deutlich, dass sie eine Gruppe, in diesem Fall einen „Verband“, bildeten, der gemäß $ 27 StVO als solcher erkennbar sein muss und damit auch war. Eine Teilnehmerin mit gelben Streifen dekoriert, fiel als „Streifenhörnchen“* in dem Tross nicht weiter auf.

Ob der gegen Mittag steigenden Temperaturen und des Sonnenscheines bei nahezu wolkenlosem

Foto: Harald Joswig, ADFC

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Himmel, waren hin und weder kleine Päuschen angesagt, die je nach Zeitvorgabe unterschiedlich genutzt wurden, wie das eben so üblich ist. Die einen verschwanden in des Waldes Dickicht, sagten etwas von „telefonieren“, andere verputzen Müsli, Gesundheitsbewußte Obst  oder ein Bütterken, was man andernorts auch als „Stulle“ bezeichnet.

Eine Yoga-Übung ist bei solchen Fahrunterbrechungen mitunter auch noch drin.

Dann gingt es weiter an Barlo vorbei nach Bocholt. Kommt nun ein Radfahrer nach Bocholt zieht es ihn ebenso wie sie zu oder nach Rose, dem hierzulande bekannten Bikeshop bzw. „Biketown“, zu Deutsch einfach: Fahrradladen. Wie immer die grammatikalische Entscheidung fällt, ob zu oder nach, der Ort ist derselbe und nicht der gleiche. Nur zwanzig Minuten gewährte der OTL, um sich dort mit radlerischen Finessen und Neuheiten vertraut zu machen und dieses oder jenes Hemdchen oder Döschen zu erwerben.

Foto: Harald Joswig, ADFC

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Dann geleitete er den Haufen weiter zum Aasee, was sich als eine nicht ganz reibungslose Fahrerei entwickelte, weil mit Baustellen vorgesehene Weg versperrt waren und Verkehrsinseln an Ampeln für einen so großen Tross bei weitem nicht ausreichten.

Nach einer längeren Pause in der Gastronomie am Aasee blies der OTL zum Aufbruch. Es ging gen Süden, der Heimat entgegen. Den nun doch langsam Erschlaffenden bot einer der Radler gegen Ende der Tour selbstlos zur Stärkung ein Gläschen Medizin an, die er beim Sommerfest des ADFC Dinslaken-Voerde gewonnene hatte

Nun mag ein Außenstehender, eine notorischer Autofahrer oder ein passionierter Fußgänger von der

Foto: Harald Joswig, ADFC

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Frage umgetrieben sein, worüber unterhalten sich eigentlich so zwanzig, fünfundzwanzig Radfahrer oder schweigen sie als seien sie radelnde Trapisten? Eine gute Frage, wie man so sagt, der ich mich aber später einmal zuwenden werde.

*Näheres dazu bei Wikipedia

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