Bericht: Radtour – Niederrheinischer Radwandertag


Man sollte meinen, NRW radwandert. Von wegen! Als wir uns in Voerde am Rathaus einfanden, waren dort nur ein paar „Hansels“ (und „Gretels“), die fahren wollten, doch zunächst unter dem Vordach vor dem Sprühregen Schutz suchten. Der Bürgermeister war da, die „Bullerei“ kodierte Zweiräder mit und ohne Kästchen, aber, wie angedeutet, der Andrang war überschaubar. Um 10 Uhr radwanderten ein paar Menschen los, und wir, Wolfgang und ich, überlegten schon, wie wir den Tag gestalten könnten, wenn sich zu der von W. angezettelten 54-km-Tour des ADFCs niemand einfände. Doch es kamen welche, nicht viel, aber genug. Genug ist mehr als zwei, die wir noch hätten überreden können, im heimischen Fernsehsessel und nicht auf dem Fahrrad auf Sonnenschein zu warten. Schließlich waren es noch mehr als zwei. Die Tour fand statt.

NRW-Radwandertag-Teilnahmestempel in Voerde, Stempel in DIN, wo sich uns auch noch Menschen anschlossen, so ging es denn los nach Hiesfeld, zur Sträterei, zu Bruno. Der Fatrofü, der eine vorzügliche angenehme Geschwindigkeit fuhr,  wollte dort vorbei fahren und damit gegen alle Gewohnheiten und Sitten verstoßen. Das ging ja nun nicht. Also wurde angehalten, und das war unser aller Glück. Denn war seit dem Start in Voerde kein Regen mehr gefallen, fing es jetzt unversehens an zu schütten. Es gesellten sich sehr bald noch andere Schutz suchende Radler und ein Hund zu uns. Einer der Dazugekommenen verkündete allen: „Eine Viertelstunde, dann hört der Regen auf.“ Er hatte ein kluges Handy mit „Regenradar“ oder so etwas! Wir konnten wahrhaftig nach der angegebenen Zeitspanne unsere Tour fortsetzen. Von Hünxe ging es nach  Krudenburg, wo zum Verdruß einiger Radler, die uns begegneten, keine Stempelstelle war, und dann nach Wesel. Dort in der INFO gab es einen dritten Stempel, wiewohl man nur zwei brauchte.

Hier löste sich das kleine Radlerhäuflein auf.

Epilog (wb)

In Wesel setzte sich der Chronist mit Erlaubnis des Tourenleiters ab. Daher entging ihm der Genuss von Speis und Trank auf dem Weseler Marktplatz. Die dort vorgefundene Veranstaltung hatte allerdings nicht mit dem Radwandertag zu tun, trug aber zum Wohl der Radelnden bei, denn es gab vorher an keiner Stempelstelle die Möglichkeit sich zu verpflegen. Auch das ging schon besser … aber bitte jetzt kein „Früher war alles besser …“ sondern vielleicht ein „Im nächsten Jahr bietet sich einiges an Verbesserungspotential“. Nach ausgiebiger Pause nahm das verbliebene Resthäuflein die letzten 10 Kilometer nach Voerde in Angriff um noch an der Verlosung teilzunehmen. Wie es so ist, wer einen glücklichen Tag hatte brauch kein Losglück mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.