Bericht: Radtour – Pannen, Glück und Regen


Elfrather See – „dawammaschon“, höre ich einige, „dawammaschon“ hundert Mal, aber schon einmal im Sommer? Ich weiß nicht, im Grunde ist das egal, denn „der Weg…“ usw. Wie auch immer: der Fatrofü hatte uns angemeldet, 20 Plätze waren reserviert, und dass wir ein paar mehr waren,  konnte das Personal, eine Dame, ohne weiteres bewältigen. Die Zeitplanung des Fatrofüs war besonders anerkennenswert: Während uns bei einem Teil der Einkehr-Pause an dem erwähnten See warmer Sonnenschein umgab, war der andere regnerisch, was wir aber trocken, weil gut bedacht, erlebten. Anders als wir von der Fähre von Orsoy zum anderen Ufer getragen wurden: Heftiger Regen mit Hagel überschüttete uns. Das hatte der Fatrofü nicht richtig eingeplant.

Fährt man mit dem PKW an den „E-See“, wie der Volksmund das große Gewässer angeblich zu

Peter Diederichs, ADFC

nennen pflegt, wird man ohne Knurren und Murren über Autobahn und durch Siedlungen fahren müssen. Radfahrer neigen schon eher zum Knurren und Murren, wollen sie doch immer durchs Grüne radeln. So ändert sich dem Fahrgerät entsprechend mitunter die Leidensbereitschaft. Sollte wirklich jemand gemurrt haben, so ist bei ihr bzw. bei ihm hinsichtlich dieser Tour eine eingeschränkte Wahrnehmung zu konstatieren: Wir radelten lange Strecken durch Wald und Wiesen. Reste einer alten Römerfestung hatte der Fatrofü aufgetan, genauer: irgendwelche Straßen-Maulwürfe waren es gewesen. Zu sehen war nichts außer einem Blechschild, das Neugierige informiert, und eine überaus viel Phantasie erforderliche Markierung auf der Fahrbahn einer kleinen Nebenstraße, dem Grünen Weg in Hochemmerich, und man sah das Fort vor sich mit jungen Römern, die über des Turmes Zinnen lugten!

Peter Diederichs, ADFC

Dass es auf diesem Trip gehäuft zu Störungen kam, ist dem Fatrofü natürlich nicht anzulasten, da gab eine  ganz „stinknormale“ Reifenpanne, die jedoch bei einer so geballte Ansammlung von Fachkompetenz alsbald behoben war, oder ein von einem Stinkeauto blockierter Radweg mit einem Schlagloch daneben, das den Sturz eines Elektrorad-Fahrers herbeiführte, dort ein Ast, der sich zwischen Rad und Schutzblech klemmte, so das Rad ruck-zuck blockierte.  Der Unfall veranlasste den ‚Verunfallten‘ alle bei dem sich so kurz ergebenden Stopp reichlich mit MonCheries zu versorgen. Dass wir jedoch am Ende der Tour, schon auf Voerder Gebiet, von einem Köter – pardon: Herrn Hund! – angegriffen wurden, dessen Eigner das unangeleinte Vieh nicht einzufangen verstand, war eine Überraschung besonderer Art. Ich, der ich schon einige Male mit solchem Getier in einsamer Gegend unerquickliche Begegnungen hatte, griff denn zu meinem eigens dafür mitgeführten Pfefferspray und bereitete dem Spuk ein Ende.

Abschließend ist festzustellen, dass der OTL einen excellenten Weg erarbeitet und vorgegeben hat, den er bedauerlicherweise nicht mitfahren konnte.

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