Bericht: Radtour – Peterchens Mondfahrt


Beim letzten Vollmond machten wir uns zu Peterchens Mondfahrt auf. Der Himmel war bedeckt. Immerhin regnete es nicht. Zwölf Teilnehmer*innen hatten sich zu der Tour durch den finsteren Wald, dem Dämmerwald, eingefunden. War es beim Start um 18 Uhr noch hell, umfing uns in Schermbeck die Finsternis der anbrechenden Nacht. Auf dem Weg dorthin hatten wir ihn in der Ferne gesehen, den Hirsch oder einen Hirsch, der schemenhaft im Dämmerlicht über eine Wiese zu huschen schien. Das war’s! Selbst als wir am Jakobsbrunnen anhielten und für zwei Minuten in die Stille lauschten, kein Hirscheschrei. Nichts! Stille. Als einen Düsenjäger, der in großer Höhe unseren Standort überflog drang lediglich das Motorengeräusch kaum hörbar an unser Ohr.

„Der König kommt“ titelte die NRZ einige Tage später und berichtete von der Brunftzeit, die „auch für Naturfreunde aufregend“ sei. Diese Aufregung blieb uns vollkommen erspart. Nach den zwei Minuten setzten wir von Navi und unseren Fahrradleuchten geleitet die Tour durch des Waldes Stille fort, die nur einmal von dem klagenden Schrei eines Kauzes unterbrochen wurde. Der Weg war etwas strubbelig, wie es im Wald nicht anders zu erwarten ist, gleichwohl ganz gut zu fahren. Er endete an der Malberger Straße.

Pause im Fuchsbau Foto: Harald Joswig, ADFC

Pause im Fuchsbau Foto: Harald Joswig, ADFC

In der einsam gelegenen Gaststätte Fuchsbau erwartete man uns. Obwohl wir um 20.45 Uhr dort eintrafen, gab es nur für den etwas zu essen, der es vorher bestellt hatte: Schnitzel mit Kartoffelsalat. „Die Küche macht um 21 Uhr zu“, hatte man uns wissen lassen. Also mussten sich die anderen mit flüssigem Brot und anderen Getränken begnügen. Auf dem Rückweg passierten wir Drevenack, woselbst in einem Festzelt Oktoberfestliches stattfand. Doch der späten Sunde wegen und ob der sich einstellenden Ermüdungserscheinungen strebten wir den verschiedenen Heimathäfen zu, um gegen Mitternacht wieder in vertrauten Gefilden anzukommen.

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