Bericht: Radtour – Regen


Was war am Donnerstag, dem Tag der Radfahrerbewegung in Voerde und Umgebung, oder soll ich sagen „im früheren Kreis Dinslaken“? Oder gar am „Seemannssonntag“? Was war also?

„Bei Regen und bei Sonnenschein – wir radeln an dem Niederrhein“, so auch am 29. Juni. Heinz-Dieter machte den Fatrofü. Trotz der unsicheren Witterung hatten sich letztendlich neunzehn Radellustige und -mutige zusammengefunden.

Doch schon vor der Querung des Lippe-Stromes war man sich unsicher, ob es nicht doch zweckmäßig sei, die AußentürRegenschutzkleidung anzulegen (wenn jemand das  nicht versteht, was ich meine: OutdoorClothes oder Rain-Protection). Die solches taten, taten recht, denn je mehr der Tross sich der niederrheinischen Hansestadt Wesel näherte, umso heftiger regnete es, was man später in Voerde mit leichtem Kopfschütteln zur Kenntnis nahm, denn dort habe es gar nicht oder nur wenig Niederschlag gegeben. Auf der Rheinbrücke gab es schließlich kein Vertun: Es schiffte!

Das veranlasste NNa stracks gen Heimat zu radeln, das heißt, für sich die Tour zu beenden. Der Fatrofü verließ die den Radweg begleitende B58 und hieß den Tross in der Unterführung unter der Straße halten, was zu einer gewissen Verwirrung führte derart, dass einige ihre Fahrgeräte einfach auf der Fahrbahn abstellten. Zum Glück nahte niemand. Wie weiter? Das werde man oder das solle der Tross in ALPEN entscheiden, tat der Fatrofü kund. So wurde die Fahrt fortgesetzt, und es regnete nicht mehr! Dunkle, nach Nässe aussehende Wolken zogen über uns dahin, durch die dann überraschenderweise kurz die Sonne ein Stück des Rheines in glänzendes Licht tauchte. Als man sich wenig später der Regenkleidung zu entledigen entschloss, verabschiedete sich NNb, um für sich ebenfalls die Tour zu beenden.

In ALPEN entschied die Gruppe auf dem Weg einer demokratischen Abstimmung, sich hier eine Stunde Pause zu gönnen und dann das ursprünglich vorgesehene Ziel, „Binnenheide“ mit allen lukullischen Möglichkeiten (hat nichts mit dem Lukullus Hundefutter (kaltgepresst) zu tun) aufzugeben und eine Tour dorthin später nachzuholen. Der Aufbruch verzögerte sich dann etwas, weil sich erst nach Prüfung der Unterschriftsliste herausstellte, dass NNc nicht mehr zugegen war, man sich aber ob seines Verschwindens keine Sorgen zu machen brauche, da er als orts- bzw. niederrheinkundig galt. Der Fatrofü wandelte flugs die aufgezeichnete Strecke ab, und so fuhr man denn auf landschaftlich reizvollen, nicht immer ganz einfach zu bewältigen Wegen gen Wesel, wo das Schicksal der dunkelhäutigen, zehnköpfigen Kleingruppe sich wie so oft wiederholte mit dem Unterschied, dass am nächsten Donnerstag wohl alle wieder – lebendig – da sein werden, wie jener einzelne Kuckuck, von dem es im Lied heißt „…und als ein Jahr vergangen, simsaladimbambasaladusaladim, da war er wieder da“. Genauer:  … und wenn die Woch‘ vergangen, simsaladim … da sind sie wieder da.

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