Bericht: Radtour – Üttelsheimer See, Halde Rheinpreußen


Wer kennt die Orte schon? Natürlich der harte Kern der Do-Radler. Irgendwann waren sie wenigstens schon einmal da oder dort gewesen. Und am Do in der fünfzehnten Woche des Jahres waren beide Orte wieder Richtung gebend, denn das Ziel ist ja bekanntlich allein der Weg.

„Dawama schon“ gilt aber so einfach nicht für den Weg, denn es passiert immer wieder etwas anderes: Eine Umleitung in Holten, Klümpkes-Runde anläßlich eines Geburtstages (OTL),  zwei Mitradler aus dem fernen Xanten und dergleichen mehr. Zum Glück fällt auch nicht jedes Mal einer mit dem Fahrrad um, einfach so, und das Wetter ist in der Regel donnerstags nicht immer das gleiche. Ebenfalls: Zum Glück. War es am Do. in der vergangenen Woche sehr regnerisch und kühl

Harald Joswig, ADFC

gewesen, so dass nur wenige sich aufgemacht hatten, war es anfangs zwar ebenfalls unfreundlich, wurde überraschenderweise nachmittags so warm, dass alle sich in Baerl nach ca. 60 km Sattelsitze auf den Stühlen vor der Bäckerei Gerhards im warmen Sonnenschein erschlafft niederlassen konnten. Dass es unterwegs in der Gruppe zu einer kurzen Unstimmigkeiten über die Wegwahl des Fatrofüs kam, sei hier am Rande nur erwähnt.

Harald Joswig, ADFC

Zuvor – ich hätte es beinahe zu berichten versäumt – hatten wir den Fuß der Halde Rheinpreußen erreicht, auf der das weithin sichtbare „Geleucht“, eine riesige Grubenlampe, zu sehen ist, „eine der eindrucksvollsten und schönsten Landmarken im Ruhrgebiet“, wie man bei Wikipedia erfahren kann. Die Mehrzahl der zweiundzwanzig Tourenteilnehmer und zwei Tourenteilnehmerinnen radelte schnaufend hurtig bis zu des Berges Höhe hinauf, um die im Dunst verborgene Landschaft mehr ahnend als konkret wahrzunehmen. Immerhin waren ja alle mit der Geographie so vertraut, dass sie, mit den Blicken in die Ferne schweifend weder nach dem Kölner noch dem Xantener Dom suchten. Sie waren bei dem Wetter selbstverständlich nicht die einzigen Menschen auf dem Berg oder auf der Straße zum Gipfel: Außer rasenden Berg-Rad-Fahrern waren da jene, die von Hunden geführt wurden, die man, wie ein in seiner Persönlichkeit verletzter Halter erbost kundtat, nicht als „Köter“ bezeichnen dürfe. Als alle vierundzwanzig gelb Bejackte wieder beisammen waren, ging es zu der schon erwähnten Bäckerei.

Am Ende eine solchen Radfahrt stellt sich schon einmal die Frage, auch wenn nichts Aufregendes

Harald Joswig, ADFC

geschehen ist, haben wir etwas gelernt? Hat die Tour uns etwas gelehrt. Antwort ist Ja. Das Überqueren der B8 zum Landschaftspark Duisburg-Nord  sollte der Sicherheit wegen in Gruppen erfolgen. Zum anderen bedarf es der ständigen Wiederholung, dass beim Halten, ob wegen einer Panne oder „telefonieren“ die Fahrt unterbrochen wird, alle – ohne Ausnahme – ihre Fahrgeräte an des Weges Rand zu parken haben und dass wir in Moers durch den Stadtteil „Meerbeck“ und nicht – „bush“ gekommen sind, wie der Fatrofü zunächst irrtümlicherweise meinte.

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