Bericht: Radtour – Xanten und Alpen – Einkehr Odyssee


Der Wetterbericht meinte es heute besonders gut mit uns, bis zu 22° C waren vorausgesagt, natürlich wie in den letzten Wochen mit ausreichend Wind. So trafen sich heute dennoch nur 13 Radelnde zu dieser Tour … 7 unserer Velofahrer waren auf ihrer „Magdeburg-Voerde“ Radtour und konnten uns nicht begleiten.

Voerde – Xanten, nichts Besonderes für die regelmäßig Teilnehmenden an unseren Touren. In Xanten ein kleiner Einkauf in der Mühle und eine Kaffee Pause. Es war schon so schön warm, das einige Teilnehmende es vorzogen sich im Schatten aufzuhalten. Ein kurzer Blick vom Tourenleiter über die Vollständigkeit der Gruppe und weiter ging es Richtung Alpen. Birten und Veen ließen wir schnell hinter uns, lockte doch die Einkehr … Senioren-Cafe oder Torenhof hieß die Auswahl … wir entschieden uns für den Torenhof. Fehlte da nicht Jemand? Doch, ein Radler war verloren gegangen – aber dank seiner Tourenkenntnisse holte er die Gruppe rechtzeitig wieder ein. Der TL wird dafür mit 6-monatigem Entzug von Kirschen in Alkoholika bestraft.

Kurz bevor wir Alpen erreichten fingen die Radelnden an zu meutern – „Nein“ riefen sie, „Nein, da fahren wir nicht runter, wir fahren sonst immer den anderen Weg“. Der TL antwortete, dass der Weg doch bei trockenen Wetter sehr gut zu befahren sei, wenn man darauf achtet nicht zu schnell zu werden. Mit ein wenig Unbehagen folgte die Gruppe dem Tourenleiter den Hohlweg hinunter … ein paar Wurzeln, ein wenig Geröll, wir haben schon Schlimmeres überstanden … alle kamen unbeschadet unten an.

Die Zeit war schon fortgeschritten und der Hunger begann sich zu melden, ein paar Kilometer später rollten wir auf den Torenhof. Wir hatten gerade die Räder abgeschlossen und wollten einkehren, da kam der Wirt herausgespurtet um uns mitzuteilen dass er jetzt keine Zeit hätte weil er dringend Nägel kaufen müsse und außerdem wären wir sowieso zu Viele. Das lassen wir mal so stehen.

Wohin nun? Kurze Diskussion, dann die Entscheidung – zur „Wacht am Rhein“ sollte es gehen. Dort angekommen, die Räder in Reih und Glied ordentlich aufgestellt, bekamen wir schon die erste Schimpfe: „Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder sein Rad hier hinstellt. Die Räder müssen da weg!“ Also Räder weggestellt, obwohl sie sehr ordentlich aufgereiht und ein richtiger Blickfang waren. Einige der Mitradelnden hatten sich bereits Kaffee und Kuchen geordert als die nächste schlechte Nachricht verbreitet wurde: „Warmes Essen machen wir jetzt nicht“. Kein Kommentar. Die Betroffenen machten sich vorzeitig auf den Weg zurück nach Voerde und stillten Hunger und Durst im Haus Erika. Der Rest der Truppe hatte eine schöne Zeit auf der sonnigen Terrasse, bevor auch diese Gruppe den Heimweg antrat.

Aber schön war es doch!  67 Kilometer mit 229 Höhenmetern (so flach ist der Niederrhein doch nicht) waren das heutige Ergebnis.

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