Bericht: Radtour – Zum Schmückerhof (Bad news, good news 2)

Wärme am Schmückerhof Foto: Wolfgang Beier, ADFC

Anders war es am dem darauf folgenden Donnerstag. Nein, es krachte niemand gegen ein Drängelgitter oder hat eine Teppichratte, einen Hund im Miniformat, überfahren: Wir durchquerten u.a. das Wolfsgebiet Hünxer Wald. Rotkäppchen lässt grüßen! Aber mehrere Faktoren trugen dazu bei, dass es nicht zu so tragischen Momenten wie in jenem Märchen kam. Zum einen hätte der Wolf unserer dreizehn köpfigen und quatschenden Gruppe klar machen müssen, dass sie einmal zuhören sollte, dann Blumen zu suchen hätte, bevor sie zur Großmutter käme. Damit hätte Isegrim in zweifacher Hinsicht falsch gelegen: Bei der kühlen, fast winterlichen Witterung lassen sich nicht einmal Gänseblümchen finden und zum anderen wollten wir dreizehn Menschen nicht eine pflegebedürftige und in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkte Großmutter aufsuchen, sondern den Schmückerhof. Und da etwas hinbringen, außer Teile unserer Rente? Nein, der Wolf wäre total auf dem Holzweg gewesen. Er ließ sich zum Glück gar nicht erst blicken. In der Gegend sei er aber und sie habe ihn gesehen, hatte mir ein paar Tage zuvor eine Dame erklärt, die von ihrem Hund spazieren geführt wurde. Der Wolf habe sie – vielleicht auch ihren Pfiffi – angeknurrt, so sprach sie.

Ein kalter Ostwind war zunächst wider uns, was das Fahren auf dem Fahrrad mitunter etwas

Am Schmückerhof Foto: Wolfgang Beier, ADFC

Am Schmückerhof Foto: Wolfgang Beier, ADFC

erschwerte. Flott, wie wir dennoch waren, erreichten wir den Schmückerhof nicht um 13 Uhr, wie ich der Verwaltung angekündigt hatte, sondern schon um 12.45 Uhr. Daselbst waren im warmen Raum für uns Plätze reserviert. Eine freundliche Bedienung, mit der einer der Unsrigen trotz seines hohen, biblischen Alters herumschäkern nicht unterlassen konnte, versorgte uns mit Speis und Trank, Beim Zahlen der „Zeche“ stellten einige fest, die hier schon des Öfteren gewesen waren: „Die haben die Preise angezogen,“ meinten sie, womit sie wohl recht hatten.

Dass der Kühle wegen oder warum auch immer mein Navi streikte, geriet nicht zu einer „bad news“. Hätten wir uns denn verirren können? Unmöglich. Nicht nur dass viele mit der Gegend Vertraute dabei waren, sondern es gab in dem Tross noch einen  weiteren Fahrradtrossführer, unter dessen Assistenz ich die mir sehr bekannten Wege doch erreichte und so die mir Folgenden zurück geleiten konnte, nicht ohne noch ein paar Meter „struppigen“ Weg zu servieren.

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