Bericht: Radtour – Zum Weihnachtsmarkt nach Oberhausen (Bad news, good news 1) 1

Weihnachtsmarkt Centro Oberhausen Foto: Annelene Beier, ADFC

Alle Welt geht davon aus, das jede und jeder versteht, was das heißt,  wie man auch wissen soll, was ein „TourGuide“ , „Travelbike-Radanalyse“, „Backpacker Hostel“ und ähnliches bedeutet. Ich verrate hier denen, die eher des  Französischen oder Arabischen, bzw. des Pashtu als  des Englischen kundig sind: Bad news are good news bedeutet „Gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten“. Also „Auto rast gegen den Baum“ ist interessanter als „Auto rast am Baum vorbei“. Oder „Radfahrer kracht gegen Drängelgitter“ macht neugieriger als „Radfahrer umkurvt Drängelgitter“.

Fatrofüh- /TourGuide-Vision mit Heiligenschein Foto: Peter Diederichs, ADFC

Fatrofüh- /TourGuide-Vision mit Heiligenschein Foto: Peter Diederichs, ADFC

Gefragt, ob ich etwas über die vergangenen Donnerstagstouren zu schreiben weiß, sagte ich: „sicher, nur es sind,“ um in Denglisch zu bleiben, „lediglich ‚good news‘, und die langweilen Leserinnen wie Leser.“ Mehr noch, und das ist psychologisch auch interessant, der Chronist, der ich nun sein soll, ist mitgefahren. Weil damals nichts passiert ist, was die Bezeichnung „bad news“ verdient, habe ich eine Menge, unter anderem Wegstrecken zum Beispiel von meiner inneren ‚Festplatte‘ gelöscht. Zweifellos ist das der Verdienst des TourenGuieds – pardon: Fahrradtross-Führers, der uns zum Centro geleitete. Er hatte den Radausflug so gestaltet, dass man wie frau in aller Ruhe bei der Grafenmühle die zum „Telefonieren“ erforderlichen Örtlichkeiten aufsuchen konnte.

Bei einem kurzen, doch steilen Weg ermahnte er den Tross zu großer Vorsicht und bei einer sehr engen Wegstrecke, die ein Besoffener nie hätte radeln können,  rechnete er mit der Fahrtüchtigkeit der ihm Folgenden, und es passierte nichts! Selbst im Centro, im Kirchencafé, war alles wohl organisiert. Das Lokal war voll, viele Tische schon für andere reserviert, doch für uns mit gelber Weste Behängten hatte man einen besonderen Raum reserviert. Bei dem ganzen Unternehmen kam dem TourenGuide zugute, dass er der Gegend von früheren Jahren her sehr kundig war. Aber alles nur „good news“ – und die sind eben langweilig zu lesen.


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Ein Gedanke zu “Bericht: Radtour – Zum Weihnachtsmarkt nach Oberhausen (Bad news, good news 1)

  • Elke Hermes

    Lieber Peter,
    hier einige Dankesworte, an dich gerichtet mit der Bitte um Weitergabe an all unsere netten ADFC-Tourenleiter.

    Ihr habt uns wunderbar auf mehr oder weniger strubbeligen Wegen ans Ziel geführt. Weiter so im nächsten Jahr! Wobei wir
    schon beim nahenden Jahreswechsel sind; zuvor jedoch ist Weihnachten,das erst einmal unbeschadet überstanden werden muss. Hierzu ein paar kurze Worte, die nicht aus unserer Feder stammen:
    „Wie man aus verlässlichen Kreisen hört, herrschtin der Hölle ständig Weihnachten“, bemerkte einmal Helmut Qualtinger.Heute muss man nichtmehr in der Hölle landen, um mit fast ewiger Weihnacht gequält zu werden. Die Blätter an den Bäumen sind noch nicht einmal gelb,geschweige denn welk, und schon hängt die Weihnachtsbeleuchtung in den Ästen. Immer früher stapeln sich die Schokoladen-Nikoläuse an den Kassen, beschallen elendig vertraute Weihnachtsmelodien die Fußgängerzonen und Supermärkte.

    Trotz alledem wünschen wir euch Vorradlern ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben und einen
    glücklichen Jahreswechsel, wobei uns wiederum ein Zitat von Joachim Ringelnatz einfällt:
    „Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen umdie Besinnung gebracht.“

    Mit dem Wunsch, dass es euch – und auch uns selbst – nicht so ergehen möge verabschieden sich mit
    einem herzlichen Dankeschön
    Horst und Elke Hermes