Die Donnerstagsradlergruppe stieß völlig unerwartet auf eine Elefantenherde


Wenn eine Tageszeitung meint, über einen Rechtsstreit von zwei Putzfrauen, nein: Reinigungskräften vor
Gericht in aller Ausführlichkeit sich auslassen zu müssen, was ja so bedeutsam ist, wie der legendäre „Sack
Reis“ der in Shanghai umstürzte, sollte auch einmal in einer internen Information für Fahrrad-Besitzer, –
Begeisterte und –Benutzer etwas ähnlich Reißerisches zu lesen sein. Dieses diene weniger der Information
in unserer davon gesättigten Zeit, als der Unterhaltung. Damit die Mitteilung jedoch überhaupt auch nur
ansatzweise zur Kenntnis genommen wird, lautet die Überschrift:

Die Donnerstagsradlergruppe des ADFC stieß völlig unerwartet im Diersfordter Forst auf eine Elefantenherde

Nachdem sich die Radler bei einer Pause mit einem von NN* kredenzten Hochprozentigem innerlich aufgewärmt hatten, führte sie der OTL vom Auesee in den Diersfordter Forst. Da stießen sie völlig überraschend auf eine Elefantenherde.

Ohne den warnwestig Bekleideten besondere Aufmerksamkeit zu schenken, trollten sich die Tiere und verschwanden allmählich zwischen den Bäumen …
Das ist, so wird jeder mit viel oder wenig Verstand Ausgerüstete, mühelos als Falschmeldung erkennen oder
glauben, die Radler hatten an Halluzinationen, weil alkoholisiert, gelitten oder es handelt sich um einen Aprilscherz, wenn es terminlich auch noch nicht so weit ist. „Fake News“ heißt so etwas in der journalistischen Fachsprache.

Etwas weniger dramatisierend könnte die Mitteilung lauten:

Die Donnerstagsradlergruppe des ADFC stieß völlig unerwartet im Diersfordter Forst auf eine Rotte Wildschweine,

„Nachdem sich die Radler ….. …. völlig unerwartet auf eine Rotte Wildschweine.“ Der Sicherheit wegen und nicht zuletzt aus Furcht vor möglichem aggressiven Verhalten des Borstenviehs hielten die Tourenteilnehmerinnen und –teilnehmer an und warteten, bis die Tiere im Unterholz verschwunden waren.
Das wäre eine „Halbwahrheit“. Was ist nun Tatsache? Was ist wirklich gewesen?
O.g. Gruppe entdeckte im Diersfordter Forst in Sichtweite hinter dem Wildgatter am Weg eine Rotte
Wildschweine. Natürlich hielt man an, unterbrach die Gespräche über bulgarische Einbrecher, Geldschrankknacker in Dinslaken, Merkels Unfähigkeiten usw., um das Borstenvieh mit Frischlingen zu beobachten, wie sie etwas vom hohen Gras verdeckt ohne Eile zwischen den Bäumen verschwanden.
Was lernen wir daraus? Verschiedenes: Dass man über einen Sachverhalt verschieden berichten kann,
dass Radfahrer mehr von Landschaft und Umgebung sehen und erleben als daher brausende Wagenlenker,
dass sie flexibel ein Thema abbrechen und sich auf Neues einlassen können So eben auch an jenem Donnerstag, an dem der OTL die Gruppe wieder einmal auf verschlungenen, verkehrsarmen, lauschigen und interessanten Pfaden führte. Zielort war das vom Startpunkt her eigentlich sehr nahe gelegene Städtchen Hamminkeln. Wie schon bei früheren Gelegenheiten konnten die Tourenteilnehmerinnen und -teilnehmer auf Grund des reichen Angebotes der angesteuerten Bäckerei dem durch das Radfahren „drohenden Gewichtsverlust“ entgegenarbeiten. Es waren immerhin ca. 63 km Gesamtstrecke.
Unerwartet blieb der in den verschiedenen Wetterberichten angekündigte Schneefall aus. Die Rückfahrt
verlief daher problemlos.

Planung:

Am kommenden Donnerstag, 19.1.17, soll es nach Alpen** gehen, der Jahreszeit entsprechend keine 120
km

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