Dinslaken feierte Fahrradfrühling mit Sommerfeeling

Die Bike Brothers begeisterten die Besucher des Fahrradfrühlings in Dinslaken mit ihren Stunts auf dem Neutorplatz. Foto: Markus Joosten

DINSLAKEN. NRZPlus   Der 3. Fahrradfrühling war ein Erfolg. Es gab Shows, Infos und Aktionen für Groß und Klein in der Dinslakener City – bei sommerlichen 21 Grad.

21 Grad, Sonnenschein – der Fahrradfrühling am Sonntag war eher ein Fahrradsommer! Unzählige Menschen bummelten in der Innenstadt durch die geöffneten Geschäfte, saßen in Cafés und genossen den Ausblick auf das Getümmel. Denn vom Altmarkt bis zum Neutorplatz gab es viel zu sehen und noch mehr zu erleben.

Stunt: Mit dem Fahrrad auf ein Auto springen

Im Liegestuhl ein Getränk genießen und die „Bike Brothers“ Felix Kaiser und Daniel Gorez bei ihrer Fahrradshow bewundern: So ließ es sich auf dem Neutorplatz aushalten. „Wie man mit einem Fahrrad auf ein Auto kommen kann“ hat Daniel schon als Kind am Trial fasziniert. Nun zeigt er unter dem Applaus der Menschen, wie es geht. Das wollten viele Kinder auch probieren. Sie mussten sich erst daran gewöhnen, dass das Bike keinen Sattel hat — und dass einem Anfänger eine Palette fast so hoch wie ein Auto vorkommt.

Händler stellten Räder vor

Fast so cool aber bequemer als ein Trial-Bike sind die Dreiräder, die Klaus Assé vom Spezialräder-Geschäft Tetrion präsentierte. Und nein, versicherte er, von der liegenden Position bekomme der Radler keine Nackenschmerzen sondern Bauchmuskeln, die Handgelenke und Sitzpunkte am Po würden entlastet – und der Luftwiderstand verringert, so dass man auf dem Dreirad recht schnell fahren kann.

Wie sich der Reaktionsweg auf dem Pedelec verändert

Schnell – das genau war auch das Stichwort der Kreispolizei, die mit einem Pedelec-Simulator demonstrierte, dass man mit Unterstützung eines Motors erheblich schneller radelt – aber eben auch längere Reaktionswege hat. Heinz Losemann (66) zeigte zwar eine schnelle Reaktionsfähigkeit – aus Erfahrung weiß der Dinslakener aber, dass man mit dem Pedelec „ganz leicht“ vorankommt. Das Tempo ist nicht nur für manchen Radler sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer überraschend, mahnte Jürgen Lantermann von der Polizei.

Skate-Kunststücke auf dem Altmarkt

Auf dem Altmarkt schlängelten sich die jüngeren Fahrradfahrer durch einen Parcours, den der ADFC Dinslaken-Voerde aufgebaut hatte. Der Club warb für die Volksinitiative für ein Fahrradgesetz – und mit einer GPS-Schatzsuche auf dem Rad (am 1. Juni) fürs Stadtradeln.

ADFC Stand Fahrradfrühling am Altmarkt Foto ADFC Dinslaken-Voerde

ADFC Stand Fahrradfrühling am Altmarkt Foto ADFC Dinslaken-Voerde

Timo Müller hofft, dass sich mehr Schulen anmelden. Nur eine Klasse habe sich in den vergangenen Jahren in Dinslaken beteiligt! Nebenan zeigten die PDS-Jammer am Stand der Aufsuchenden Jugendarbeit Kunststücke auf Skateboards – zur Freude der Zuschauer im Eiscafé. Auch die Händler waren zufrieden mit dem Fahrrad -„Sommer“: Bei dem schönen Wetter kämen mehr Kunden und „sind auch besonders gut gelaunt“ berichtete die Angestellte im „FrauenReich“.

Positive erste Bilanz

„Sehr zufrieden“ zeigte sich Dinslakens Wirtschaftsförderin Svenja Krämer mit dem 3. Fahrradfrühling. Schon mittags seien viele Menschen sind in der City gewesen, „das Thema Fahrrad kommt gerade im Frühling sehr gut an.“ Auch die Geschäfte seien mit den Frequenzen und den Umsätzen zufrieden. Am Montag „startet die Planung für den Fahrradfrühling“, so Svenja Krämer.

Quelle: Anja Hasenjürgen 07.04.2019 – 20:00 Uhr

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